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SPD präsentiert Bürgern Programm zur erneuerung der Stadtmitte

Groß-Karben aufwerten – Chancen nutzen!

Karbener SPD trifft Groß-Karbener Bürger im Deutschen Haus Im Rahmen ihres Kommunalwahlkampfes hat die SPD am Samstag im Gasthof Deutsches Haus ihr Programm für Groß-Karben und die neue Stadtmitte vorgestellt. Schwerpunkt waren die Themen Stadtentwicklung und Verkehr. Den ca. 30 Zuhörerinnen und Zuhörern wurden von der SPD-Führungsriege ein Konzepte vorgestellt, die sowohl die Projekte zur Dorferneuerung beinhalteten, wie auch zum Stadtpark und zur neuen Stadtmitte.
Christel Zobeley erinnerte, dass das Dorferneuerneuerungsprogramm von der SPD vor 3 Jahren eingeleitet wurde und private Haushalte auch bereits davon profitiert haben. „Leider wurden die öffentlichen Projekte von der jetzigen Regierungskoalition nicht mit dem notwendigen Nachdruck verfolgt“ kritisiert sie. „Die SPD wird dem Programm wieder die Bedeutung einräumen, das es verdient“.

Harald Ruhl, SPD Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung und für den Ortsbeirat Groß-Karben, stellte die SPD-Vorstellungen für die Umgestaltung der Bahnhofstraße und der Plätze vor. Im Vordergrund steht die Förderung von Kunstgewerbe, Kulturkreisen und Gastronomie. Eine Revitalisierung des Einzelhandels halten die Genossen auf Grund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für nicht mehr realisierbar. „Das haben Gespräche mit dem Gewerbeverein und Unternehmen bestätigt“ betont er. „Deshalb werden kreative Konzepte für die Sicherstellung der Grundversorgung zu erarbeiten sein“ ergänzt Zobeley.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Degenfeldschen Schlosses nahmen einen weiteren Block ein. Ruhl stellte den Stand der Planungen aus dem Arbeitskreis Dorferneuerung vor, dem er ebenfalls vorsteht. Dabei soll das Schloss mit seinem Museum zu einem Kreativzentrum entwickelt werden. „Das Museum könnte ein lebendiges Angebot an Veranstaltungen bereit halten, ähnlich wie der Hessenpark“ erläutert er. Auch die Ansiedlung einer weiteren Gastronomie hält er nicht für ausgeschlossen. In den Räumlichkeiten könnten nach SPD Vorstellungen eine Weinstube oder eine Apfelweinwirtschaft untergebracht werden. „Vorher muss eine Machbarkeitsstudie allerdings über die Umsetzbarkeit Aufschluss geben“ sagt Ruhl. Nach der Finanzierbarkeit gefragt antwortete Ruhl, das es einerseits weitere Fördermittel vom Land geben kann sobald die Machbarkeitsstudie vorliegt, andererseits aber auch die Idee einer Bürgerstiftung konkret Gestalt annimmt, die das Projekt fördern kann. Im Falle einer Bewirtschaftung oder der Einbindung sonstiger Dienstleister würden auch private Investitionen einfließen.

Die Dorferneuerung hat auch Projekte für Freizeitangebote hervorgebracht. Es handelt sich um ein Jugendfreizeitgelände, das ebenfalls vom Land für förderwürdig befunden wurde und im Bereich der Turnhalle in Groß-Karben angesiedelt werden soll. Ein weiteres Freizeitgelände am Niddaufer, das unter der Bezeichnung „Nidza“ von sich Reden gemacht hat soll geschaffen werden. „Letzteres wurde zwar nicht im Rahmen der Dorferneuerung für förderfähig erklärt aber findet Interesse beim Zweckverband Niddaradweg und könnte auch Teil der Niddarenaturierung werden“ erläutert Ruhl. Beide Projekte werden von Seiten der SPD unterstützt.

Der Stadtpark wurde als weiterer Themenkomplex angesprochen. Ruhl zeigte eine Studie, die von einem Karbener Architekten bereits im letzen Bürgermeisterwahlkampf erstellt wurde. „Angelehnt hat sich der Entwurf am Jahnpark in Bad Hersfeld“ sagt Ruhl. „Es gehe dabei noch nicht um ein konkretes Gestaltungsmodell sonders es soll die Idee des Stadtparks visualisieren um es in der Öffentlichkeit besser diskutieren zu können.“ fährt Ruhl fort. Der Jahnpark in Bad Hersfeld ist als Erholungspark aber gleichzeitig auch als Erlebnispark angelegt und so stellt die SPD sich die Umsetzung auch in Karben vor. „Darin untergebracht könnte sowohl eine Freilichtbühne sein, wie ein Kleinspielfeld mit Bande für Fußball oder sogar im Winter mit einer Natureisbahn bestückt. Begleitet natürlich von viel Grün, Spazierwegen und Rasenflächen, der Möglichkeiten gibt es viele“, stellt Jochen Schmitt die Idee weiter vor. „Hinter der Idee steht ein generations-übergreifender Gedanke, sagt Schmitt, der die Lebensqualität und den Freizeitwert der Stadt auf Dauer erhöhen soll. Es gilt jetzt erst mal sicherzustellen, dass die Flächen nicht bebaut werden, wie es die Koalition aus CDU, FW und FDP plant. Dabei hilft die Entscheidung des Regionalen Planungsverbandes, der im Flächennutzungsplan keine Bebauung mehr vorgesehen hat“, schließt Schmitt ab.

Letzter Block der Veranstaltung nahm das Thema neue Stadtmitte ein. Thomas Görlich stellte eine Skizze aus dem Jahr 2005 vor, die für die SPD noch immer Gültigkeit be-sitzt. Ausgehend vom Bürgerzentrum sieht dieser Plan eine Ansiedlung von Geschäften und Dienstleistern vor, die sich zum Kvorner Platz zieht, das City Center einbezieht und über das Selzerbrunnencenter bis zum Bahnhof reicht. „Wichtig ist der SPD dabei, dass bei der Neugestaltung des Kvorner Platzes ein Gebäudeensemble entsteht, das ein Öffnung zu einem zukünftigen Stadtpark hat“ betont Görlich.

In der abschließenden Diskussion wurden noch weitere Themen wie z.B. die Gesundheitsversorgung gestreift. Als gelungene Veranstaltung bezeichnete Christel Zobeley die Vorstellung und schloss damit die Sitzung.

Hans-Jürgen Kuhl, 04.03.2011 in  Groß-Karben, Stadtentwicklung, Wahlprogramm
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