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Anwohner und SPD wollen alte Ortsansicht mit Niddabrücke erhalten

Anwohner und SPD wollen alte Ortsansicht mit Niddabrücke erhalten

Ortsbegehung mit Bürgern in Klein-Karben

Anwohner und SPD wollen alte Ortsansicht mit Niddabrücke erhalten

Die Aussagen der Anlieger waren eindeutig: die alte Nidda-Brücke abreißen und ein Stück neue Fahrbahn zu bauen ist keine Lösung. Vielmehr gilt es, den Verkehr auch zukünftig zu beruhigen und das alte Ortsbild von Klein-Karben zu erhalten.
Dieser Meinung schlossen sich auch die Spitzenkandidaten der SPD für die Kommunalwahl, Thomas Görlich, Christel Zobeley und Jochen Schmitt sowie die Kandidaten für den Ortsbeirat und der ehemalige Ortsvorsteher Rainer Züsch an.

Karbener SPD an der alten Niddabrücke am Sportfeld

Auslöser einer Debatte um die alte Klein-Karbener Nidda-Brücke am Peter-Geibel-Platz war Bürgermeister Rahn, der im Haushalt 2011 der Stadt im Investitionsbereich kommentarlos einen neuen Punkt aufführte, „Brücke Niddaaltarm – Abriss“.
Ohne die Brücke, so befürchten die Anwohner, wird noch schneller über eine dann schön gerade und ebene Strecke gefahren. Schon jetzt aber ärgern sich die Anlieger im alten Ortskern über manchen Gast auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld, der mit seinem Wagen zu schnell durch die Ortslage fährt. Aber auch aus historischer und ortsgeschichtlicher Sicht wäre ein Verschwinden der Brücke nicht gut. Die bis in die 60er Jahre direkt am alten Ortskern von Klein-Karben vorbeifließende Nidda ist aufgrund der Begradigung nur noch Geschichte. Doch hat sich das charakteristische Ortsbild mit Nidda-Brücke, der alten Schutzmauer und der St,-Michaelis-Kirche erhalten. Dieses Bild würde zerstört, wenn die Brücke durch eine Straße ersetzt wird. Nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Thomas Görlich müssen Lösungen gesucht werden, die sowohl dem Erhalt des Ortsbildes wie auch der Beruhigung des Verkehrs dienen. Hier ist vieles denkbar. Zuallererst müssen jedoch die Kosten für die verschiedenen Varianten ermittelt werden.

Am Peter-Geibel-Brunnen und am Geburtshaus des Mundartdichters vorbei erreichten die interessierten Anlieger die Straße „An der Treppe“ unterhalb der Kirchgasse. Diesen Bereich wollen die Sozialdemokraten in den kommenden Jahren gerne optisch aufwerten. „Unterirdisch kommt hier das Wasser vom Wald oberhalb Klein-Karbens an, das in den Brunnen und dann weiter in den Altarm der Nidda geleitet wird“, weiß Rainer Züsch zu berichten. Eine Idee der Umgestaltung wäre, diese unterirdische Wasserführung offenzulegen und damit für den Menschen erlebbar zu machen.

Abschließende Station der kleinen Begehung war die Rendeler Straße. Die Polizei würde die Parkplätze auf der Rendeler Straße gerne aufheben. Die SPD ist jedoch der Meinung dass die Anwohner durch Lärm und Gestank in ihrer Lebensqualität schon zu stark beeinträchtigt sind. Ohne parkende Autos würde noch schneller durch die Straße gefahren. Obwohl es ein abgestimmtes Konzept zur Verbesserung der Situation in der Rendeler und der Homburger Straße gibt, tut sich für die Anwohner nach Ansicht der SPD nichts. „Der Magistrat unter CDU, FW und FDP scheint kein Interesse am Thema zu haben. Selbst das „Sie fahren“-Schild, dass dauerhaft in der Rendeler Straße stehen sollte, ist verschwunden“, macht Jochen Schmitt seinem Ärger Luft. Eine dauerhafte Geschwindigkeitskontrolle ist auch nicht gewünscht. Nach dem Motto „freie Fahrt für freie Bürger“ soll jeder so schnell fahren dürfen, wie er will. „Wir Sozialdemokraten setzen uns für eine zügige Umsetzung des mit den Anwohnern bereits beratenen Konzeptes ein“, macht Thomas Görlich klar.