Hinweis: Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.

Mehr Informationen Zustimmen

SPD Karben Navigations Button

Der Wohnungsnot in Karben vorbeugen!

Der Wohnungsnot in Karben vorbeugen!

SPD fordert

Der Wohnungsnot in Karben vorbeugen!

Bürgerinnen und Bürger, sicher haben Sie in den letzten Tagen in der Presse über den geplanten Verkauf des Wohnhauses in der Westlichen Ringstraße 2 gelesen. Es handelt sich um 18 Sozialwohnungen gegenüber dem Degenfeld’schen Schloss.

Aufgrund unseres Druckes ist die Stadt erst einmal einen Schritt zurück getreten und möchte von möglichen Kaufinteressenten erst ein Gesamtkonzept, also Wohnhaus und Degenfeld’sches Schloss als Ensemble, bevor es verkauft werden soll. 

Wir Karbener Sozialdemokraten werden in der Presse gerne als soziale Träumer dargestellt, die einer Privatisierung generell ablehnend gegenüber stehen, während die Regierenden mit modernen Konzepten der misslichen Haushaltslage in Karben Abhilfe leisten.

Warum handeln wir in diesem Fall so?

Unsere Gesellschaft steht durch den demografischen Wandel vor einer der größten Herausforderungen seit Kriegsende.

Die Altersarmut kommt wie ein Tsunami auf uns zu. Der Generationenvertrag kommt ins Wanken, weil immer weniger Erwerbstätige die Gesellschaft ernähren müssen.

Die Renten werden niedriger und  dadurch wird es zu einer Verknappung von niedrigpreisigem Wohnraum kommen. Statistische Hochrechnungen ergeben, dass in Deutschland im Jahre 2017  mehr als 400.000 Wohnungen fehlen werden. Auch an Karben geht diese Entwicklung nicht vorbei, übertragen auf die Einwohnerzahl heißt das, dass in Karben 100 Wohnungen fehlen werden. Dabei geht es um bezahlbaren Wohnraum für Menschen, die an der Armutsgrenze leben  oder leicht darüber.

Frankfurt ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn sozialer Wohnraum privatisiert wird. Die Wohnungen werden saniert, der Mietpreis angehoben und die Mieter nach und nach verdrängt. Ganze Stadtteile verändern sich dadurch. Die Mieter werden aus der Stadt in das Umland verdrängt und müssen ihre sozialen Verbindungen aufgeben. In Karben hat sich eine ähnliche Politik breit gemacht. In den letzten Monaten hat die Stadt alleine in Groß-Karben 4 städtische Liegenschaften verkauft.

Wenn eine Liegenschaft für die Stadt unwirtschaftlich wird und sich durch einen Verkauf eine Lösung abzeichnet, weil sie in einem Gesamt-zusammenhang steht, wie das bei dem Wohnhaus und dem Degenfeld’schen Schloss der Fall sein kann, so muss die Stadt alternativen Wohnraum ausweisen, sonst werden wir keinem Verkauf zustimmen können.