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Jüdische Friedhöfe angemessenen und repräsentativen gestalten

Jüdische Friedhöfe angemessenen und repräsentativen gestalten

StVV Antrag

Jüdische Friedhöfe angemessenen und repräsentativen gestalten

Der Magistrat wird dazu aufgefordert, die jüdischen Friedhöfe wieder in einen angemessenen und repräsentativen Zustand zu versetzen, der das Begehen der Friedhöfe möglich macht. Hierzu soll optional die jüdische Gemeinde in Frankfurt hinzugezogen werden.

Der Magistrat wird dazu aufgefordert, die jüdischen Friedhöfe wieder in einen angemessenen und repräsentativen Zustand zu versetzen, der das Begehen der Friedhöfe möglich macht. Hierzu soll optional die jüdische Gemeinde in Frankfurt hinzugezogen werden. (Entstehende Kosten für die Instandsetzung der Friedhöfe werden (bis auf die Kosten für Mäharbeiten und Heckenschneiden) werden nach Antragstellung der jüdischen Gemeinde Frankfurt vom Regierungspräsidium übernommen.)

Friedhof Groß Karben
Das Gras und besonders das Dornengestrüpp vor und auf dem Friedhof muss gemäht bzw. Beseitigt werden. Es wachsen viele junge Bäume zwischen und auf den Gräbern, die dringend entfernt werden müssen, bevor diese Schaden anrichten. Eine Reihe Grabsteine ist komplett zugewuchert und nicht mehr zu sehen, ebenso wie die Erinnerungstafel im Eingangsbereich. Einige Grabsteine sind haben eine Markierung von Rütteltest, von denen bereits welche Umgefallen sind.

Friedhof Burg Gräfenrode
Auf dem Weg zum Friedhof versperren umgefallene Bäume den Weg. Das Gras auf dem Friedhof ist so hoch, dass viele Grabsteine nicht mehr gesehen werden können. Dies erhöht die Unfallgefahr für BesucherInnen, über niedrige Gräber zu stürzen.

Friedhofsgelände Klein Karben
Viele der Bäume sind abgestorben und umgefallen. Es besteht eine hohe Gefahr von Ästen getroffen zu werden. Einer der umgefallenen Bäume hat den Zaun verstört und der Eingang ist kaum zu finden, da der Zugang versuchter ist.

In Groß Karben und Burg Gräfenrode soll pro Jahr, anstatt wie bisher zweimal im Jahr, viermal gemäht werden. So werden die Friedhöfe für SchülerInnen- und BesucherInnengruppen dauerhaft begehbar.

Begründung:
Derzeit erleben antisemitische Narrative und Hassverbrechen gegen jüdische Mitmenschen einen massiven Aufschwung. Bei einer Begehung der jüdischen Friedhöfe im Juni 2020 musste konstatiert werden, dass sich die drei Friedhöfe in einem miserablen und nicht repräsentativen Zustand befinden. Es war nicht möglich, auch nur einen der Friedhöfe in Gänze zu begutachten, da die Unfallgefahr und das Sicherheitsrisiko wegen umgefallener Bäumen, toten Ästen und extrem hohen Gras und Dornenbüschen.
Am schlimmsten ist der Zustand des Friedhofes in Groß Karben, obwohl es sich bei diesem um eine kulturelle und religiöse Gedenkstätte handelt, die unter Anbetracht der derzeitigen politischen Entwicklung der Bildungsarbeit dienen könnte. In dem derzeitigen Zustand ist der Friedhof kaum begehbar, was einen schlechten Eindruck für BesucherInnen macht. Anzumerken ist hier, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu Besuchen von Personen aus aller Welt gab, die hier bei uns in Karben auf Ahnenforschung sind.
Es ist richtig, dass an jüdischen Friedhöfen nichts verändert werden darf, allerdings bedeutet das nicht, dass die Friedhöfe dem Verfall preisgegeben sind. Es muss uns ein wichtiges Anliegen sein, die Erinnerung an KarberInnen aufrechtzuerhalten und diesen Teil der jüdischen Geschichte in Karben zu pflegen. Entstehende Kosten für die Instandsetzung der Friedhöfe werden (bis auf die Kosten für Mäharbeiten und Heckenschneiden) werden nach Antragstellung der jüdischen Gemeinde Frankfurt vom Regierungspräsidium übernommen. Darum soll die Jüdische Gemeinde Frankfurt frühzeitig involviert werden.