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Mobilität in Karben, radgerechtes Karben?

Mobilität in Karben, radgerechtes Karben?

Winterspaziergang mit Landrat Joachim Arnold (SPD) entlang der Nidda

Mobilität in Karben, radgerechtes Karben?

Die SPD Bürgermeisterkandidatin Susanne Kassold hat am 13.02.2016 Interessierte zu einem Winterspaziergang vom Bürgerzentrum zum Obst- und Gartenbauverein (OGV) eingeladen.
„Verkehrspolitik ist mehr als Straßenbau“, erläutert Frau Kassold anhand der Stadtkarte Karbens vor dem Rathaus. Karben liegt im nördlichen Rhein-Main-Gebiet. Bundes- und Landesstraßen sowie die Main-Weser-Bahn ermöglichen Berufstätigen den Weg nach Frankfurt. Karben ist aber auch selbst Gewerbe- und Industriestandort mit vielen Arbeitsplätzen und entsprechend zahlreichen Einpendlern. Karben besteht aus 7 Stadtteilen und einem unvollendeten Stadtzentrum. Die Verkehrsbeziehungen innerhalb Karbens sind unterentwickelt. Karben an der Nidda ist kein Urlaubsort, aber könnte für die Naherholung in der Rhein-Main-Region eine viel wichtigere Rolle einnehmen. Hier ist die Karbener Verkehrspolitik weiter zu denken. Dazu bedarf es eines vielschichtigen Konzepts, es seien endlich klare Impulse zu setzen, so Frau Kassold abschließend.

Bild: privat „Arnold zur Renaturierung der Nidda“

Entlang der Wanderstrecke erklärte Herr Landrat Joachim Arnold die Gründe für eine Renaturierung der Nidda. Vor siebzig Jahren habe man die Nidda in einen Trog gezwängt. So sollte Hochwasser schneller ablaufen. „Das Wasser ist damals mangels Kläranlagen sehr schmutzig gewesen.“, erläutert Arnold, „Außerdem habe man dadurch zusätzliche Ackerflächen gewonnen, die für die Versorgung der wachsenden Bevölkerung dringend benötigt wurden.“ Dies habe sich geändert: Die Politik habe gelernt, dass begradigte Flussläufe zu Hochwasserspitzen führten. Daher soll die Nidda wieder natürlich mäandrieren und bei starkem Wasserandrang in die Breite statt in die Höhe gehen.

Am Ende des Spazierganges in Höhe der Niddabrücke am OGV-Gelände zeigte Arnold  den Spaziergängerinnen und Spaziergängern die vorgenommenen Eingriffe und Veränderungen in der Landschaft. Alte Kiesbänke würden wieder freigelegt. Stauwehre würden abgebaut. „Sogar die Meeresforelle schafft wieder den Aufstieg über den Rhein und Main in die Nidda.“, freut er sich.

Trotz des Wetters mit Dauerregen waren gut 30 Interessierte gekommen. Nach Kaffee und Kuchen im Vereinshaus des OGV und einer kurzen Begrüßung wies Frau Kassold auf die Chancen hin, die das Fahrrad auch im innerstädtischen Verkehr bietet. Karbens flache Topographie bietet sich zum Radfahren geradezu an. So erklärt Frau Kassold: „Einkaufen ist dank auch einer E-Mobilität bis ins hohe Alter möglich und dient auch der eigenen Gesundheit“. Firmen fördern die Fahrradnutzung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Fahrradabstellplätzen, Umziehmöglichkeiten und Duschen. Daher wird die Fahrt zum Arbeitsplatz mit den Rad immer selbstverständlicher. Krankenkassen fördern durch Vorsorgeprogramme die Gesundheit Ihrer Mitglieder und Radfahren dient dem Klimaschutz.

Landrat Arnold stellte die Initiative „Kurze Wetterau“ des Landkreises vor. Ein Radschnellweg wird zukünftig den Kreis von Butzbach über Friedberg bis Bad Vilbel radtechnisch noch besser erschließen. Karben hat dabei eine zentrale Bedeutung. Hier verläuft der Radweg „Kurze Wetterau“ auf dem Hessischen Fernradweg R4 (Neckar-Weser).  Weitere Anbindungen sind der Usa-Radweg und der Limesradweg. Radfahren habe für den  Wetteraukreis einen hohen Stellenwert.

Die anschließende Diskussion ergab, dass besonders im städtischen Umfeld entlang der Nidda für alle Wegenutzer vom Fußgänger bis zum Schnellradfahrer in gleichem Maße Lösungen zu finden seien.

„Die Attraktivität Karbens durch Ortseingangsschilder an den Radwegen mit Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten und gastronomischen Angeboten wird auch eine Aufgabe der Bürgermeisterin sein“, erklärte Frau Kassold.


Bild: privat „Arnold zur Renaturierung der Nidda“Bild: privat „Arnold und Kassold am Stadtplan vor dem Bürgerhaus Karben“