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SPD kritisiert Aufhebung der Gestaltungssatzung Burg-Gräfenrode

SPD kritisiert Aufhebung der Gestaltungssatzung Burg-Gräfenrode

Bürger nicht eingebunden!

SPD kritisiert Aufhebung der Gestaltungssatzung Burg-Gräfenrode

Burg-Gräfenrode hat sich in den letzten Jahren zu einem Schmuckstück entwickelt. Der alte Ortskern strahlt an vielen Stellen Charme aus. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war der Dorferneuerungsprozess in den 80er und 90er Jahren. Nach gelungener Dorferneuerung nimmt die Koalition aus CDU, FW und FDP mit der kompletten Aufhebung der Gestaltungssatzung wieder die schleichende Zerstörung des charakteristischen Dorfbildes von Burg-Gräfenrode bewusst in Kauf.


"Wir erinnern daran, dass das Planungskonzept beginnend im Sommer 1989 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger in Roggau, wie Burg-Gräfenrode im Volksmund genannt wird,  entwickelt wurde.", macht Vorsitzende Christel Zobeley für die SPD deutlich. Im Dorferneuerungsbeirat befanden sich ausschließlich betroffene Bürgerinnen und Bürger, die mit viel Engagement und zahlreichen Ortsbegehungen die Dorferneuerung entwickelt haben. Der Ortsbeirat und die ev. Kirchengemeinde waren ebenfalls in diesen Prozess eingebunden. Die Gestaltung des Burggartens wurde als Bürgerprojekt im Frühjahr 1993 durchgeführt und aus Mitteln des Dorferneuerungsprogramms gefördert. Insgesamt kann sich das Ergebnis heute noch sehen lassen.



Da nur ein Teilbereich des Ortskerns von Roggau durch das Denkmalschutzgesetz erfasst ist, wurde empfohlen, für die weitere Umsetzung der Dorferneuerung eine Gestaltungssatzung zu erarbeiten und zu beschließen.



Wenn zum Beispiel nach dieser Gestaltungssatzung nur naturrote Tonbiberschwanz- und Tonfalzziegel zulässig waren, so können jetzt, wie in Ilbenstadt, die Dächer nach den individuellen Interessen der einzelnen Bauträger kunterbunt gedeckt werden. Gleiches gilt auch für die Anordnung von Dachgauben.

Nach Abschluss der Dorferneuerung wäre es sinnvoll gewesen, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger diese Satzung zu prüfen und Änderungen zu erarbeiten. Diese Satzung in einem Schnellschuss komplett aufzuheben, stößt jedoch auf Kritik. Die SPD- Vorsitzende Christel Zobeley sieht hier auch die Bürgerbeteiligung mit Füßen getreten. Statt in einem breiten Prozess über die Vor- und Nachteile zu diskutieren, wird im Schnellverfahren die Satzung aufgehoben. Nach Christel Zobeleys Ansicht wird in unserer Stadt Bürgerbeteiligung nicht mehr großgeschrieben und sie sorgt sich, ob die positive Atmosphäre die Roggau durch die Dorferneuerung erfahren hat, erhalten bleibt