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SPD und GRÜNE setzen wichtige Punkte durch – sehen aber auch Anlass zur Kritik

SPD und GRÜNE setzen wichtige Punkte durch – sehen aber auch Anlass zur Kritik

Weitere Entwicklung Petterweils

SPD und GRÜNE setzen wichtige Punkte durch – sehen aber auch Anlass zur Kritik

Nach einem gemeinsamen Antrag von SPD und GRÜNEN zur weiteren Entwicklung Petterweils stimmt nun auch die CDU-Mehrheit wichtigen Vorhaben zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Karben zu. Das vorgesehene neue Baugebiet entlang der Kreisstraße K9 (Verlängerung der Sauerbornstraße in Richtung B3) soll auf Drängen der beiden Oppositionsparteien nun zur Hälfte aus kleineren Mehrparteienhäusern bestehen, um ein dringend benötigtes neues Angebot auf dem Mietwohnungsmarkt zu schaffen. Damit anders als beim Groß-Karbener Baugebiet am Park aber keine überteuerten Wohneinheiten mit Leerstand generiert werden, setzen Rot und GRÜN durch, dass diesmal die Karbener Wohnungsbaugesellschaft und andere öffentliche Gesellschaften beim Wohnungsbau zum Zuge kommen sollen und nicht private, am Gewinn orientierte Investoren. Kritikwürdig bleiben für SPD und GRÜNE einige andere Punkte.

Ebenso erfolgreich waren beide Parteien mit ihrem Drängen darauf, die Vermarktung von Grundstücken künftig auch über Erbpachtverträge zuzulassen, um einerseits Kosten zu senken und der Stadt andererseits langfristige Einnahmen zu bescheren.
Besonders erfreulich: Sogar die langjährige Forderung für eine Quote von förderfähigen Sozialwohnungen findet zum ersten Mal in Karben eine Mehrheit, wenn auch nicht in der von SPD und GRÜNEN geforderten Höhe von 20 %, sondern lediglich in Höhe von 10 %. „Obwohl der Beschluss einen Meilenstein darstellt, werden wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen,“ formuliert es Rainer Knak von den GRÜNEN.

Viel Luft nach oben sehen die Politikerinnen und Politiker beider Fraktionen ohnehin in anderen Punkten: Nicht einverstanden sind sie etwa mit einer Verlegung und damit einem Neubau der städtischen KiTa ins zukünftige Neubaugebiet. Sie setzen sich nach wie vor für einen Verbleib der Einrichtung in der Pfarrer-Flick-Straße ein. „Die zentrale Lage der Einrichtung darf man nicht voreilig aufgeben,“ erklärt Christel Zobeley von der SPD und spricht sich dafür aus, die in unmittelbarer Nähe vorhandenen Erweiterungsmöglichkeiten umfassend zu prüfen.

Kritikwürdig ist auch die Haltung der CDU sich gestalterischen Elementen im Neubaugebiet zu verweigern. Dadurch wird die Chance vertan, das Neubaugebiet in das traditionelle Gefüge des dörflich geprägten Ortsteiles einzubinden und lokalklimatisch sinnvolle Vorgaben zur Begrünung von Dächern und Gärten, sowie dem Pflanzen von Bäumen durchzusetzen.

Ausdrücklich begrüßen SPD und GRÜNE dagegen die Bereitschaft der CDU, andere Punkte aus dem Antrag, wenn auch zum Teil in abgeänderter Form, zu übernehmen und mitzutragen. Das sind u.a. der Bau eines Verkehrskreisels am zukünftigen neuen Ortsrand und die Vorgabe für das Neubaugebiet ein umweltfreundliches Energiekonzept zu erarbeiten.