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Wahlkampfgetöse und Bürgerverdummung

Wahlkampfgetöse und Bürgerverdummung

Busverbindungen in Karben

Wahlkampfgetöse und Bürgerverdummung

Der Leiter des ZOV-Verkehr Stefan Klöppel und Landrat Joachim Arnold sind verschiedenen Presseveröffentlichungen entschieden entgegengetreten, wonach geplant sei, den Busverkehr in Karben auszudünnen. Insbesondere die stark frequentierte Linie 26, hieß es in verschiedenen Veröffentlichungen, sei von Kürzungen bedroht. In einer Zeitung war gar reißerisch von Nahverkehrverhältnissen wie in Kalkutta die Rede. Die maßgeblichen Stellen treffen jedoch ganz andere Aussagen als die Karbener sogenannte Bürgerkoalition.

Wieder einmal wird offensichtlich wie Bürgermeister Guido Rahn versucht die Bürgerinnen und Bürger zu täuschen. "Mich persönlich überrascht das nicht. Am schlimmsten finde ich das erneute unreflektierte Berichten der Lokalen Medien darüber", empört sich Oliver Lietz.

Natürlich, wenn kurz vor einer Wahl Bund, Land und Kommune schwarz regiert werden, muss man schon lange suchen, bis man rot/grün(/gelb) etwas vorwerfen kann - da bleibt ja eigentlich nur der Landkreis. Also mal schnell vor der Wahl die Mär vom bösen Landrat aus dem Sack zaubern, um noch etwas Polemik zu verbreiten. Dabei sollte man auch einmal darüber nachdenken, wer den hessischen Kommunen und Landkreisen eine 350-Mio.€-Schrumpfkur verordnet hat - das von Herrn Bouffier regierte Hessen.

Arnold selbst macht jedoch deutlich das von seiten des Kreistags keine Kurzungen geplant sind. Die Planung des Nahverkehrsplans liege sogar außerhalb des zuständigkeitsbereiches. Rahn selbst sei als Mitglied der ZOV-Verbandsversammlung gefordert, sich für eine Ausweitung des Nahverkehrs stark zu machen. Dies sei bis jetzt nicht passiert.

Tatsache ist, dass derzeit die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Wetterau aufgelegt wird. Darin sind bestimmte Mindeststandards festgelegt. Das heißt aber nicht, dass ein Mindeststandard auch der tatsächlich realisierte Standard ist. Wenn es, wie es in Karben derzeit der Fall ist, ein Bedarf deutlich höher ist, werden die Verkehrsangebote ergänzt. So wird es auch bei der Linie 26 seit vielen Jahren partnerschaftlich mit der Stadt Karben praktiziert. Der bisherige Takt auf der Linie bleibt deshalb erhalten, solange die Stadt Karben ihr Engagement nicht einstellt. Vielleicht will Bürgermeister Rahn und seine Koalition in Karben sich aber nicht weiter finanziell beteiligen und versucht jetzt über die Aufstellung des Nahverkehrsplan aus der bisher praktizierten Mitfinanzierung auszusteigen, befürchtet Landrat Arnold und stellt die Sachlage unmissverständlich klar.

In der Planung zur Finanzierung des Kommunalenschutzschirms, waren laut Rahn immerhin 30.000 € in der Kurzung des ÖPNV geplant. "Auf der Bürgerversammlung stellte ich damals die Frage wo diese Kürzungen denn vorgenommen werden sollen. Es wäre ein geschickter Schachzug, den Bürgerinnen und Bürgern dies so zu verkaufen als ob der Kreis schuld daran hätte." So Oliver Lietz.

Hier geht es zur original Presseveröffentlichung des Wetteraukreises.